Profolk

 Willkommen bei PROFOLK

Der PROFOLK e.V. ist eine Interessenvertretung für Musiker, Veranstalter, Agenturen, Verleger, Journalisten, Produzenten, Musikliebhaber … Amateure und Profis in den Sparten Lied, Folk und Weltmusik. PROFOLK ist ein gemeinnütziger Verein. PROFOLK engagiert sich bei der Schaffung von guten Rahmenbedingungen für das Genre und vertritt dieses gegenüber der Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. PROFOLK steht für musikalische, kulturelle und menschliche Vielfalt. PROFOLK ist die Summe der Aktivitäten seiner Mitglieder und der einzige Bundesverband in Deutschland für dieses Musikgenre.

PROFOLK bietet seinen Mitgliedern:

• ein umfangreiches Kontaktenetzwerk

• einen kompetenten Ansprechpartner für Musiker und Veranstalter in Fragen zur GEMA

• 20% Nachlass auf GEMA-Gebühren für Liveveranstaltungen durch den Gesamtvertrag

• Ermäßigung beim Printmagazin folker

• Ermäßigung bei Leo-Ticket (Online Ticketsystem)

• Ermäßigung bei der Instrumentenversicherung der Mannheimer Sinfonima

• Ermäßigung bei einem CD-Online-Shop

• Ermäßigung bei der Herstellung von Tonträgern

• die Möglichkeit von Informationsverbreitung auf allen Kommunikationswegen des Vereins

• regelmäßige Infomails mit Veranstaltungshinweisen und kulturpolitischen Themen

 
 
 

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AKTUELL:

folker - Deutschlands führendes Magazin für Folk, traditionelle Volksmusik, deutschsprachiges Lied und Weltmusik erscheint ab Dez 2020 im neuen Verlag.
Wer einen Abo-Vertrag mit der fortes medien GmbH abschließen möchte, findet alles Weitere dazu hier.
Im neuen Verlag des folker im oberbayerischen Fuchstal-Leeder erscheinen außerdem "Harmonika international", die Zeitschrift des deutschen Harmonikaverbandes, das "akkordeon magazin", dazu "Zwiefach", ein Magazin für neue und traditionelle Musikkultur in Bayern und Österreich, sowie "VDT", das Magazin der deutschen Tonmeister.

folker 12 2021

PS: PROFOLK Mitglieder erhalten das Jahres-Abo zum ermäßigten Preis.

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Jetzt bewerben für den Dieter Wasilke Förderpreis 2022:

 AnzeigeFolkfoerderpreis 2022

 

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Die DeutschFolk-Initiative (AG DeFI) unter dem Dach des PROFOLK e.V. ist ein wachsendes Netzwerk für alle, die sich für traditionelle oder traditionell inspirierte Musik aus den Regionen Deutschlands begeistern können.
Am Wochenende 23.-26.9.2021 gab es in Jena das erste DeutschFolk-Festival.

Eindrücke zum Festival unter
: https://fotorama24.de/ (Fotograf Henryk Schmidt)

Mehr zur DeutschFolk-Initiative unter: https://www.deutschfolkinitiative.de

 DeFI header

 

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Informationen & Aktionen zum leidlichen Thema

21.6.2021

...aus dem Newsletter des Deutschen Musikrates vom 17.06.:

Um den Neustart der Kultur-Veranstaltungen in Deutschland nach der Corona-Pandemie zu unterstützen, stellt die Bundesregierung 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Wiederaufnahme und finanzielle Planbarkeit von Konzerten, Festivals, Theateraufführungen, Kinovorstellungen und vielen anderen Kulturveranstaltungen sollen damit in den kommenden Monaten gefördert werden. Der Sonderfonds bildet eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Hilfen der Bundesregierung, der Länder und der Kommunen und besteht aus zwei Bausteinen. Zum einen gibt es eine Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Kulturveranstaltungen (mit bis zu 2.000 Personen), die wegen der geltenden Hygienebestimmungen der Länder nur mit reduziertem Publikum stattfinden können. Für eine geplante Veranstaltung ab 2.000 Personen kann zudem die Ausfallversicherung beantragt werden, falls es aufgrund der Corona-Pandemie zu einer Absage kommt. Die Registrierung für den Sonderfonds für Kulturveranstaltungen ist ab sofort möglich. Nähere Informationen zur Registrierung und Förderprogramm erhalten Sie unter: https://www.sonderfonds-kulturveranstaltungen.de/index.html?fbclid=IwAR0MhYQtDX3k8vxfeEb2OetlqHucs27qbInMR5fygePlWJ0lu-rZ5WBebp4

 

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05.05.2021

...aus dem Newsletter des Deutschen Musikrates vom 05.05.:

Deutscher Musikrat, DTKV und VdM begrüßen geplante Ausnahmeregelung der Künstlersozialkasse zu Nebeneinkünften aus freiberuflicher nichtkünstlerischer Arbeit

Aufgrund der Corona-Maßnahmen können freiberufliche Musiker/innen seit März 2020 nur sehr eingeschränkt in ihrem eigentlichen Beruf arbeiten. Doch die bisherigen Regelungen der Künstlersozialkasse (KSK) bringen Kreativschaffende in der Corona-Zeit in Bedrängnis, wenn diese temporär vorrangig in freiberuflichen nichtkünstlerischen Arbeitsbereichen ihren Lebensunterhalt verdienen: Ihnen droht der Verlust ihres Versicherungsschutzes. Der Deutsche Musikrat hat daher gemeinsam mit dem Deutschen Tonkünstlerverband (DTKV) und dem Verband deutscher Musikschulen (VdM) Bundesarbeitsminister Hubertus Heil aufgefordert, über eine Rechtsverordnung der Künstlersozialkasse kulantere Regelungen in Bezug auf Nebenverdienste zu ermöglichen.
Der Deutsche Musikrat und die beteiligten Verbände begrüßen die nun erfolgte Ankündigung von Hubertus Heil, dass die Grenze für Zuverdienste aus freiberuflicher nichtkünstlerischer Tätigkeit für in der Künstlersozialkasse Versicherte bis Ende 2022 von derzeit 450 Euro auf 1300 Euro im Monat angehoben werden soll.
Bis zu diesem Betrag können Versicherte künftig aus freiberuflicher nichtkünstlerischer Arbeit dazu verdienen, ohne ihren Kranken- und Pflegeversicherungsschutz in der KSK zu verlieren. Dies schafft mehr Sicherheit für die Kreativschaffenden in einer Zeit, in der freiberufliche Musiker/innen ohnehin stark belastet sind. Zudem soll der Abgabensatz zur KSK auch im Jahr 2022 stabil bei 4,2 % gehalten werden, wofür – nach Ankündigung von Hubertus Heil – Bundesmittel von insgesamt etwa 85 Millionen Euro an die KSK fließen sollen. Die Vorschläge von Hubertus Heil sollen im Mai verabschiedet werden.


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05.05.2021

Die Bundeskanzlerin im Gespräch mit kunst- und Kulturschaffenden - Sendung vom 27.04.2021
Hier anschauen: https://youtu.be/A-o022aWgv8
Jeder kann sich seine Meinung dazu selber bilden!

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28.02.2021

Förderprogramm für Festivals

Noch bis zum 31. Mai 2021 können sich Kleinst- und Eintages- sowie „Umsonst & Draußen“-Festivals bei der Initiative Musik um eine Förderung bewerben. Mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR werden in diesem Teilprogramm für „Erhalt und Stärkung der musikalischen Infrastruktur in Deutschland“ die Veranstalterinnen und Veranstalter von Livemusik-Veranstaltungen unterstützt. Antragsberechtigt sind überregionale Kleinst- und Eintagesfestivals, übernommen werden bis zu 80 Prozent der Gesamtausgaben. Das Teilprogramm, durchgeführt von der Initiative Musik, läuft seit dem 01. Februar. Weitere Informationen gibt es unter: https://www.initiative-musik.de/neustart-kultur/festivals/

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17.02.2021

Die Beantragung der Neustarthilfe für Soloselbständige  ist ab sofort möglich!
Hier der direkte Link: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Artikel/neustarthilfe.html

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30.01.2021

Corona-Studie: Jetzt an Befragung teilnehmen!

Eine Woche nach Start der Befragung zu den Entwicklungen und Effekten der vergangenen Monate auf das Musikleben haben sich über 1000 Menschen daran beteiligt. Welche mittel- und langfristigen Schäden drohen durch Corona? Welche Auswirkungen hat die kulturelle Eiszeit auf das Musikleben? Diesen Fragen geht der Deutsche Musikrat gemeinsam mit dem  Zentrum für Kulturforschung auf den Grund. Nur auf Basis von konkreten Zahlen können passgenaue musikpolitische Forderungen erarbeitet werden, um den Erhalt des Musiklebens in all seinen Facetten zu sichern. Umso mehr Personen sich an der Umfrage beteiligen, desto umfassender wird das Bild und desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse sein. Investieren auch Sie durch Ihre Teilnahme an der Befragung in den Erhalt der vielfältigen Musiklandschaft! Zur Umfrage gelangen Sie hier, eine Teilnahme ist noch bis zum 28. Februar möglich.

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27.1.2021

Konferenz zur Situation freischaffender Musiker in Berlin - eine Initiative vom Landesmusikrat Berlin:

Gerade in der jetzigen Situation von Pandemie und Lockdown stehen Soloselbständige vor dramatischen Herausforderungen. Der Landesmusikrat veranstaltet diese Konferenz gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern ver.di, Vereinigung Alte Musik, Berlin Music Commission, IG Jazz, Tonkünstlerverband, Initiative Neue Musik und Deutscher Orchestervereinigung.

Die Konferenz gliedert sich in vier Abschnitte:

Mittwoch, 27. Januar 2021, 11:30-13 Uhr
Aktuelle Situation freischaffender Musikerinnen und Musiker

HIER zum NACHHÖREN: https://www.facebook.com/landesmusikratberlin

Mittwoch, 3. Februar 2021, 11:30-13 Uhr
Gibt es eine Vertretung für die Interessen der freischaffenden Musikerinnen und Musiker?

Mittwoch, 10. Februar 2021, 11:30-13 Uhr
Soziale Absicherung für Musikerinnen und Musiker in Deutschland

Mittwoch, 24. Februar 2021, 11:30-13 Uhr
Wiederaufbauplan für die Kultur nach der Pandemie

Die Veranstaltungen werden auf der Homepage und der Facebook-Seite des Landesmusikrats live gestreamt und wird auch im Nachhinein noch zur Verfügung stehen.
https://www.landesmusikrat-berlin.de/musikpolitik/konferenz-freischaffende-musikerinnen-und-musiker/

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30.11.2020

Corona-November- und Dezemberhilfe jetzt beantragen: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Textsammlungen/novemberhilfe-direktantrag-soloselbstaendige.html

Es geht auch ohne Steuerberater - der Künstler muss nur seine Steuererklärung schon mal über Elster abgegeben haben.

HIER klicken Fragen und Antworten zu Novemberhilfe und auch zur Neustarthilfe für Soloselbstständige

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20.11.2020

Mehr Hilfe für Soloselb­ständige und die Kultur- und Veranstaltungsbranche

Ausschnitt aus Webseite des Bundesfinanzministeriums:

Die Überbrückungshilfe III hat eine Laufzeitvon Januar 2021 bis Juni 2021. Dazu gehört auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbständige“.
Damit soll der besonderen Situation von Soloselbständigen, insbesondere Künstlerinnen und Künstlern und Kulturschaffenden Rechnung getragen werden.
Zu den zu berücksichtigenden Kosten soll für diese Gruppe künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum zählen.
Die Neustarthilfe beträgt einmalig bis zu 5.000 Euro und deckt den Zeitraum bis Juni 2021 ab.
Antragsberechtigt sind Soloselbständige, die ansonsten im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen bzw. geltend machen können
und die ihr Einkommen im Referenzzeitraum (im Normalfall das Jahr 2019) zu mindestens 51 Prozent aus selbständiger Tätigkeit erzielt haben.
Die volle "Betriebskosten"pauschale wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbständigen während der siebenmonatigen Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem siebenmonatigen Referenzumsatz 2019 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen ist.

Zeitpunkt der Antragstellung
Die Überbrückungshilfe III, die die Neustarthilfe enthalten wird, soll ab dem 1. Januar 2021 gelten.
Aufgrund der nötigen technischen Programmierungen und der Abstimmungen mit den Ländern und der EU-Kommission können die Anträge einige Wochen nach Programmstart im neuen Jahr gestellt werden.
Die Details zur Antragstellung werden vermutlich in den nächsten Wochen feststehen.

Alles lesen auf der : Webseite des Bundesfinanzministeriums

Weitere Infos zu bundesweiten Hilfen auf der Webseite vom Deutschen Musikrat:  https://www.musikrat.de/corona/bundesweite-hilfsprogramme

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18.11.2020

Unterstützenswerte Petition für alle Künstler:
https://www.openpetition.de/petition/online/absicherung-fuer-kuenstlerinnen-und-kuenstler-jetzt-kultur-darf-nicht-corona-opfer-werden 

Die  Petition fordert eine mit dem Kurzarbeitergeld vergleichbare Absicherung über die Künstlersozialkasse.
Initiiert von Michael Krebs -
www.michaelkrebs.de

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02.11.2020

Unter dem Stichwort 20 Minuten Stille gegen den Kulturlockdown
#sangundklanglos / #alarmstuferot  appellieren Künstler jeglicher Couleur

Mehr lesen unter: https://alarmstuferot.org

 

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16.9.2020

Neustart Kultur - das Maßnahmen-Programm der Bundesregierung für den Kulturbereich

https://neustartkultur.de

neustart kultur

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Juli 2020

Eine Initiative der FOLKSZENE > 
Das Sang & Klang Festival > Ein ONLINE-Festival für Folkmusik aus Deutschland fand statt am 11.7.2020 und war ein voller Erfolg!

Festival anschauen: https://www.sangundklang.com/livestream

Im Frühjahr mussten die Veranstaltungsorte in Deutschland ihre Pforten schließen. Für viele Musiker steht seither alles in Frage - nicht nur das Einkommen, sondern die gesamte Zukunft. Veranstaltungsorte verschwinden, ganze Branchen brechen weg, staatliche Hilfen bleiben aus. Das Sang & Klang Festival gibt diesen Musikern eine Stimme - und Euch als Zuhörer die Chance, Eure Künstler direkt zu unterstützten. Denn aus der Krise ergibt sich eine noch nie dagewesene Chance: Ein Festival für Folkmusik aus Deutschland. Komplett online.
Aus der deutschen Folk- und Liedermacher-Szene.  14 Acts, über 7 Stunden Musik mit Moderation und exklusiven Künstler-Interviews.

Screenshot 2020 06 24 Sang Klang Festival

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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12.06.2020

Aus dem DMR Newsletter vom 10.6.2020: Gemeinsamer Appell vom Deutschen Musikrat und der Konferenz der Landesmusikräte
https://www.musikrat.de/aktuelles/detailseite/foerderungsluecke-fuer-soloselbstaendige-gemeinsam-schliessen-deutscher-musikrat-und-konferenz-der-landesmusikraete-appellieren-an-bund-und-laender

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06.06.2020

Interessante Veröffentlichung zum Thema „Corona und Verbreitung des Virus beim Musizieren“
https://youtu.be/0JmcjRhV-rs 

Ausführlicher hier im Bericht: Musizieren während der Pandemie


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20.4.2020

Auf der Internetpräsenz des Deutschen Kulturrates gibt es aktuell eine Übersicht für weiterführende Links - teilweise auch direkt für Bundesländer
https://www.kulturrat.de/corona-pandemie/

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März 2020

Corona-Hilfen für Freiberufler, Selbstständige und kleine Unternehmen


1) https://www.jimdo.com/de/magazin/corona-hilfen-fuer-selbststaendige-kleine-unternehmen  > hier ist besonders der Link zu Adressen und Ansprechpartnern der einzelnen Bundesländer interessant!

2)  FÜR GEMA-MITGLIEDER: https://www.gema.de/musikurheber/nothilfe-programm-fuer-gema-mitglieder/

3) GVL:  https://www.gvl.de/coronahilfe
Hier können GVL-Mitglieder unbürokratisch 250,- EUR Soforthilfe beantragen

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... aus dem Newsletter der Initiative Musik vom 30.3.2020:

Bericht der Verbände der deutschen Musikwirtschaft zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie


In einer gemeinsamen Analyse haben die Verbände der deutschen Musikwirtschaft der Bundespolitik gegenüber dargelegt, welche Auswirkungen die Pandemie auf die Branche hat. Diese Schadensmeldung wurde von der Initiative Musik an die Bundesregierung übergeben. Der aktuelle Shut-Down des öffentlichen Lebens ist für die durch Einzel- und Kleinstunternehmen geprägte Branche – als Partner der im Mittelpunkt stehenden Künstler*innen – existenzbedrohend.

Dadurch würden weiter zentrale Geldflüsse an die Künstler*innen und Beteiligungen am wirtschaftlichen Erfolg austrocknen und in Folge werden sich die finanziellen Probleme verschärfen. Die deutsche Musikwirtschaft befürchtet Umsatzeinbußen von fast 5,5 Milliarden Euro binnen 6 Monaten.

Der ausführliche Bericht ist öffentlich verfügbar und auf den Seiten der beteiligten Verbände und Verwertungsgesellschaften zu finden, wie hier bei der GVL.

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Konzertagenturen der Folk-/Weltmusik-Szene rufen auf zur #AktionTicketBehalten
- Pressemeldung vom 26.03.2020


Mitmachen! Jetzt!     https://www.ticketbehalten.de  
/ https://www.facebook.com/aktionticketbehalten

Corona-Krise trifft freischaffende Künstler besonders schwer / Kunstschaffende der Folk-Szene appellieren an die Solidarität ihrer Konzertbesucher

Es war ein Mittwoch Anfang März, als eine Welle von Konzertabsagen nie gekannten Ausmaßes über die Musiker, Veranstalter und Konzertagenturen der Folkmusik-Szene hereinbrach. Die Auswirkungen der Corona-Krise haben spätestens in diesen Tagen die Kulturbranche Deutschlands erreicht und Künstler wie Veranstalter nahezu aller Genres empfindlich getroffen. Warum die Lage besonders für die Akteure der Folk-Szene sehr ernst ist, erklärt Gudrun Walther, die neben ihrer Tätigkeit als freischaffende Musikerin selbst eine Konzertagentur leitet:

Folk-Musiker und Veranstalter stehen vor der Bedrohung ihrer Existenz

„Die Veranstaltungen aus dem Bereich 'Folk - Weltmusik - akustische Musik – Singer-Songwriter' finden normalerweise unter dem medialen Radar statt. Es sind Konzerte, zu denen 150 bis 700 Zuhörer kommen. Die Existenz dieser Szene steht normalerweise auf einer soliden Basis. Es handelt sich um eine überschaubare Zahl an Künstlern, die vergleichsweise niedrige Gagen nehmen und meist intensiv touren. Geht man von einer durchschnittlichen Konzertgröße von 300 Zuhörern aus, tragen sich diese Projekte für Musiker und Veranstalter gerade so. Nur reichen die Umsätze leider nicht aus, um davon belastbare Rücklagen zu bilden. Viele der Musiker haben Familien. Wenn jetzt ab sofort alle Einnahmen für mindestens zwei, höchstwahrscheinlich mehr Monate wegbrechen, stellt das viele Künstler plötzlich vor ein existentielles Problem. Betroffen sind hier auch die beteiligten Sound- und Lichttechniker sowie die Konzertagenturen, die die Auftritte der Künstler vermitteln.“

Wichtigste Konzertagenturen appellieren geschlossen, erworbene Konzerttickets nicht zurückzugeben

Zwar hat die Bundesregierung den Kulturschaffenden staatliche Unterstützung zugesagt, an eine ausreichend schnelle finanzielle Hilfe glauben die Akteure der Musiksparte jedoch nicht. „Von einer Steuerstundung können wir nicht überleben“, sagt Gudrun Walther. Nun werden die Kunstschaffenden selbst aktiv und gehen mit ihrem Anliegen an die Öffentlichkeit. Dafür haben sich die führenden neun Konzertagenturen der Folkmusik-Szene zusammengeschlossen und rufen ihre Zuhörer zur großen Solidaritätsaktion #AktionTicketBehalten auf. Kern des Aufrufs ist die Bitte an die Konzertbesucher, von einer Rückgabe ihrer bereits erworbenen Tickets für entfallende Veranstaltungen abzusehen und damit den Betrag symbolisch zu spenden. Künstler und Veranstalter würden so vor einem vollständigen Einkommensverlust – zumindest in den kommenden Wochen – bewahrt.

Die federführenden Agenturen Music Contact, Magnetic Music, artes Konzertbuero, Concert Connections, Highland Blast/Firestone Music, Laviola, MIRA Konzertbüro, Heimat-PR und bonna musica hoffen mit diesem einmaligen Schulterschluss auf die Unterstützung der Folk-Fans in der schweren Krise. Der besonders enge Kontakt zum Publikum ist in diesem Genre nicht nur durch die Intimität der kleineren Veranstaltungsorte begründet, er liegt vor allem im Wesen der Musik, die – obgleich virtuos – nicht abgehoben und von Grund auf nah an den Menschen dran ist. „Die Konzertbesucher identifizieren sich mit der Musik und haben keine Scheu in den Dialog mit uns Künstlern zu treten“, so Walther. Viele Zuschauer kommen seit Jahren immer wieder in die Konzerte.

 

 

Bereits mehrere Folk-Festivals abgesagt

Obgleich die deutsche Folkmusik-Szene vergleichsweise überschaubar ist, sind die Veranstaltungszahlen – und damit zusammenhängend die derzeitigen Verluste – die die Agenturen insgesamt ausrichten, beachtlich: über 1300 Konzerte mit insgesamt rund 417.500 Besuchern stemmen die neun Agenturen jährlich. Neben komplett gecancelten Tourneen mit bereits weitgehend ausverkauften Konzerten stellen besonders die von den Agenturen ausgerichteten Folk-Festivals die Akteure vor große finanzielle Schwierigkeiten. Erst letzte Woche traf die Absagenflut mit dem Irish Spring – Festival of Irish Music und dem parallel tourenden Irish Heartbeat Festival die beiden Marktführer im Sektor Irish Folk. Des weiteren stehen viele folgende Veranstaltungen bis in den frühen Sommer hinein vor dem möglichen Aus. Die Agenturen haben Sorge, mit ungewissem Ausgang in die ungleich arbeits- und vorleistungsintensiveren Großveranstaltungen zu investieren. Dies bedeutet den bereits jetzt drohenden längerfristigen Verdienstausfall für alle Künstler und Beteiligten.

Sie haben Petitionen verfasst und sich mit Unterstützungsgesuchen an Vertreter aller Fraktionen (mit Ausnahme der AfD) des Bundestages gewandt. Die Reaktionen blieben bislang weitgehend aus. Nun bitten die Konzertagenturen und mit ihnen alle von ihnen vertretenen Musiker um die Unterstützung ihrer Veranstaltungsbesucher in dieser in ihrem Ausmaß noch nicht überschaubaren Krise. In einer nie dagewesenen Solidaritätsbewegung stehen die Kunstschaffenden der Folkmusik-Szene zusammen und rufen ihre Fans auf: Nehmt teil an der #AktionTicketBehalten! Damit Deutschland auch in Zukunft eine vielfältige und lebendige Folkmusik-Szene um ein bewahrenswertes Kulturgut und ein reichhaltiges Angebot wunderbarer Konzertabende hat.

Mitmachen! Jetzt!     https://www.ticketbehalten.de   / https://www.facebook.com/aktionticketbehalten